Kamillianer
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Österreichische Provinz

Die Anfänge

Seit 1906 wirken Kamillianer in Österreich. Gerufen wurden sie für die Krankenseelsorge im Versorgungsheim Lainz am Stadtrand von Wien, dem heutigen Geriatriezentrum Am Wienerwald. Mit rund 5.000 Betten war das Altersheim Lainz damals das größte Altersheim auf dem europäischen Kontinent. Gegenüber entstand 1910 in der Versorgungsheimstraße als erste Niederlassung das Kamillianerkloster Wien.

Kamillianer Das Gründungskloster in Wien-Lainz mit Blick zur Kirche des Altersheims Lainz.

Von Anfang an lag der Schwerpunkt der Kamillianer in Österreich in der Krankenhausseelsorge und in der seelsorglichen Betreuung der Ärzte und des Pflegepersonals.

Selbstständige Ordensprovinz

Vierzig Jahre später, 1946, wurde Österreich eine selbstständige Ordensprovinz. Die rund 30 Kamillianer, die zu zwei Dritteln aus Westdeutschland stammten, begannen mit dem Aufbau der Provinz und setzten alles auf die Gewinnung und Heranbildung des Ordensnachwuchses. Im Wallfahrtskloster Hilariberg bei Kramsach in Tirol entstand das Noviziat. 1955 wurden im ehemaligen Herrensitz der Familie von Auersperg in Losensteinleiten bei Steyr, Oberösterreich, eine Schule und ein Internat für den Ordensnachwuchs eingerichtet, das bis 1976 existierte. 1997 musste das Schloss wegen der großen wirtschaftlichen Belastung verkauft werden. Seitdem steht es als privates „Wohn- und Pflegeheim St. Kamillus” im Dienst alter und kranker Menschen.

1972 wurde der Verein „Lebenswertes Leben” gegründet, der in Altenhof am Hausruck ein Dorf für 160 Menschen mit Behinderung errichtete.
Dort gründete Heidelinde Hinteregger mit 4 Frauen inspiriert vom Geist des hl. Kamillus die Gemeinschaft der Kamillianischen Schwestern (Säkularinstitut und Freunde der Kranken und Leidenden — St. Kamillus).
Kamillianer begleiteten den Weg in die kamillianische Spiritualität und unterstützten den Aufbau.

Die weltweite Verantwortung der österreichischen Kamillianer nimmt das 1971 gegründete Missionswerk der Kamillianer wahr, das im Blick auf die Leprahilfe durch den „Gesundheitsdienst der Kamillianer” ergänzt wurde.

Eine weitere wichtige Aktivität der Österreichischen Provinz waren der Aufbau und die Leitung eines Kinderheimes in Wimpassing an der Leitha im Burgenland, das später in ein Wohnheim für junge Menschen mit Behinderung umgewandelt wurde. Im Jahr 1996 wurde es der Caritas der Diözese Eisenstadt übergeben.

Zur Fortbildung der Krankenpflegekräfte und des medizinischen Personals wurde 1992 das Institut für Bildung im Gesundheitsdienst (IBG) gegründet.

Auf Bitten des dortigen Bischofs gründete die österreichische Provinz 1995 in Nyíregyháza in Ostungarn eine Niederlassung, die zugleich als Noviziatshaus der Österreichischen Provinz diente. Das Noviziat wurde im Jahr 2003 in das inzwischen renovierte Kamillianerkloster Wien verlegt.

Maßgeblich getragen wird die Arbeit des Ordens durch die so genannten Kamillianischen Familien, Gruppen von Frauen und Männern, die sich in den einzelnen Pfarren der Kranken annehmen. 1983 entstanden erste Gruppen in Oberösterreich. 1993 haben sich die Kamillianischen Familien Ungarns zu einem eigenen Verein zusammengeschlossen. Inzwischen ist die Idee weltweit verbreitet. In Österreich selbst existieren zurzeit 16 Familien mit 254 Mitgliedern.

Aufgabenbereiche

Heute arbeiten die österreichischen Kamillianer

Kamillianer Provinzial
P. Leonhard Gregotsch

In all diesen Aufgaben arbeiten wir zusammen mit Kamillianischen Schwestern, Kamillianischen Familien sowie privaten und öffentlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Leitung der Provinz

Niederlassungen

Kamillianerkloster Wien Kamillianerkloster Wien

1. Wien

Kamillianerkloster Wien - Provinzialat

Versorgungsheimstaße 72, 1130 Wien
Tel.: 01 / 804 61 41-0
Fax: 01 / 804 61 41-30
E-Mail: provinzialat@kamillianer.at
ODER
E-Mail: kloster.wien@kamillianer.at

Tätigkeiten:

Im Kamillianerkloster Wien befindet sich auch das Missionswerk der Kamillianer sowie die Zentrale der Gemeinschaft der Kamillianischen Familien Österreichs. Seit 2003 ist im Haus auch das Noviziat der Provinz untergebracht.

Zum Haus gehören:

Kolleg St. Kamillus Kolleg St. Kamillus

2. Salzburg

Kolleg St. Kamillus
Hugo von Hofmannsthal-Straße 66
5020 Salzburg
Tel.: 0662 / 64 19 61

Pfarre St. Johannes am Landeskrankenhaus Salzburg
Müllner Hauptstraße 48, 5020 Salzburg
Tel.: 0662 / 4482-45 40
Fax: 0662 / 4482-45 39
E-Mail: pfarre.st.johannes@salk.at

Tätigkeiten:

Superior P. Stefan Gruber Superior
P. Stefan Gruber
 

 

Zum Haus gehören:


 
Kloster Hilariberg Kloster Hilariberg

Zur Niederlassung in Salzburg zählt auch das
Kloster Hilariberg

Am Bergl 22, 6233 Kramsach
Tel.: 05337 / 626 22    FAX: DW 4
E-Mail: kamillianerkloster-hilariberg@aon.at

Das Kloster war von 1971 bis 2001 an die Union der Dominikanerinnen verpachtet und wird jetzt als Erholungsstätte für Ordensangehörige sowie als Tagungshaus genutzt. mehr...mehr...

Im Kloster wohnt

3. Kamillianerkloster Nyíregyháza, Ostungarn

(1995 von der Österreichischen Provinz gegründet)

Superior P. Levente Gyula Kovács, Superior in Nyíregyháza P. Levente Gyula Kovács, Superior in Nyíregyháza

Anschrift:

Szent Kamill-Rendház
Pŕsztor utca 1/A
H-4405 Nyíregyháza/Borbánya
Tel.: 003642 / 491-183 oder 003642 / 501-710
Fax: 003642 / 501-713
E-Mail: kamilkol@chello.hu

Kamillianerkloster Nyíregyháza Kamillianerkloster Nyíregyháza

Tätigkeiten:

Zum Haus gehören

Wer ist bei uns willkommen?

Wir Kamillianer nehmen den Auftrag Jesu im Lukasevangelium ernst: Heilt die Kranken und verkündet das Evangelium! Wir arbeiten - je nach Fähigkeit - bei kranken, behinderten, alten und sterbenden Menschen, Aids-Kranken, Suchtgefährdeten, bei Leprakranken und in den Slums der Dritten Welt.
Willkommen bei uns ist, wer Freude daran hat, anderen zu helfen, wer von Christus her lebt und denkt, wer gern in Gemeinschaft arbeitet und vor allem viel Liebe hat zu den Kranken.

Wir suchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere Gemeinschaft und für die Kamillianischen Familien

Wer Freude daran hat, anderen zu helfen, wer von Christus her lebt und denkt, wer gern in Gemeinschaft arbeitet und vor allem viel Liebe hat zu den Leidenden, der ist bei uns willkommen. "Komm und sieh!"

Weitere Informationen

Ansicht von "KAMILLUS HEUTE"

Über die Arbeit und das Leben in der österreichischen Kamillianerordensprovinz informiert die Zeitung „Kamillus heute”. Redaktion: P. Alfréd György. Erscheinungsweise: viermal jährlich. Bestellungen im Provinzialat. Außerdem sind im Provinzialat 1. ein Folder „Der Orden der Kamillianer in Österreich” erhältlich, 2. die Festschrift „100 Jahre Kamillianer in Österreich”, die auf hundert Seiten über die Arbeit des Ordens in Österreich und weltweit berichtet, und 3. das Buch „Kamillianer heute”, das auf 146 Seiten den gesamten Orden, seine Gründungsidee und seine Arbeit auf gesundheitlichem Gebiet sowie die einzelnen Provinzen des Ordens in Wort und Bild vorstellt.




Kamillianer-Grabstätte am Friedhof Ober-St.Veit in Wien.

Verstorbene Ordensmitglieder

Wir gedenken der verstorbenen Mitglieder der Österreichischen Kamillianerordensprovinz:

P. Johannes Ebel (17.7.1889-13.1.1947)
P. Christian Adams jun (4.4.1878-19.5.1947)
Br. Josef-Kamillus Gockeln (23.5.1885-21.2.1949)
P. Josef Beckers (24.1.1878-17.6.1949)
P. Josef Berens (25.4.1877-4.6.1950)
P. Josef Zamponi (15.8.1880-22.6.1951)
P. Franz Xaver Tranquillini (17.12.1903-29.7.1954)
P. Johannes Schmitz († 5.9.1954)
Br. Karl Daniel (5.11.1892-22.1.1955)
Br. Michael Lienhart (3.2.1891-21.4.1955)
P. Bernhard Hartmann (3.2.1891-17.6.1955)
P. Peter Stollenwerk (27.4.1902-30.5.1957)
P. Fritz Neuberger (9.2.1918-18.3.1959)
P. Hubert Thelen (7.5.1879-11.10.1959)
P. Johannes Schwarz (1.8.1888-9.4.1963)
P. Dr. Matthias Velden (1.9.1897-27.4.1963)
P. Albert Brucherseifer (5.11.1907-19.3.1964)
P. Ludger Bremer (31.10.1895-25.9.1965)
P. Andreas Vankann (25.12.1905-17.10.1968)
P. Adolf Häusler (17.10.1893-4.5.1970)
P. Dr. Robert Svoboda (26.5.1904-8.7.1970)
P. Josef Carduck (23.8.1890-2.7.1971)
P. Josef Meyer (17.5.1899-28.9.1971)
P. Franz Schwartz ( 27.10.1892-8.3.1973)
P. Xaver Pötting (25.9.1908-2.7.1974)
P. Alexander Hamvai (26.10.1899-5.2.1980)
Br. Johannes Stollenwerk (20.10.1900-19.12.1980)
P. Josef Greve (14.8.1900-6.4.1981)
P. Alfred Kammann (2.5.1904-17.5.1981)
P. Dr. Peter Bolech (25.10.1923-5.5.1984)
P. Peter Lehnen (19.10.1901-15.4.1987)
P. J. Gerstenmeyer (24.4.1907-19.11.1988)
Br. Richard Christoph (1.4.1912-16.3.1989)
P. Johannes Kölbl (8.6.1906-22.8.1994)
P. Dr. Anton Székely (27.9.1915-29.11.1995)
P. Wilhelm Römer (7.5.1909-24.1.1998)
P. Franz Lachinger (29.1.1937-14.12.2002)
P. Stefan Haider (1.3.1932-10.7.2005)
P. Stefan Wüger (2.2.1935-31.8.2008)
P. Wilfried Lutz (14.7.1936-10.11.2008)
P. Peter Mollner (10.9.1932-14.12.2008)
P. Josef Policha (30.8.1919-23.6.2009)
P. Rudolf Nyikos (6.4.1931-29.10.2010)
P. Martin Theodor Kummer (10.11.1947-21.10.2011)
P. Alfred Pucher (12.3.1942-22.12.2011)

„In gleicher liebender Hingabe hat Christus den Tod ‚durch seinen Tod vernichtet und durch seine Auferstehung das Leben neu geschaffen’. Durch das österliche Geheimnis sind auch Krankheit und Tod auf das Heil ausgerichtet. Wenn das Gottesreich einmal vollendet ist, werden Tod und Schmerz und Trauer nicht mehr sein.”

Grundgesetz der Kamillianer, Artikel 5


Friedhof der Kamillianer in Losensteinleiten in Oberösterreich.

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© Kamillianer 2014 - [Stand: 17.03.2014]